Hock Di her,
I verzähl Dir a
G'schichte…

Ortsgeschichte Obermaiselstein
Hock Di her, i verzähl Dir a G'schichte…
Vor rund 880 Jahren wurde dieser Flecken Erde zum ersten Mal schriftlich erwähnt.
Damals wie heute: ein kleines Dorf am Fuß der Berge.
Im Jahr 1812 schrieb der Landgerichtsarzt Geiger in einer Studie über den Bezirk:
„Maiselstein: 36 Häuser, 168 Seelen, Viehzucht, Flachsbau, Obsterträgnis.
Die Menschen: gutmütig, freundlich, gefällig – mit einem Hang zur Freiheit.“
Er hat sie gut getroffen, die Maiselsteiner Seelen. Könnte man heut noch so unterschreiben.
Als der Doktor Geiger diese Zeilen notierte,
da stand diese Eiche hier schon.
Eichen können alt werden, wenn man sie lässt.
Dann überdauern sie dreißig Menschen-Generationen.
Sie wachsen nicht schnell,
aber sie bleiben - beständig.
Und sie werden, je älter sie sind, Heimat für immer mehr Lebewesen:
In ihren Kronen, zwischen den Furchen ihrer dicken Rinde.
Vielleicht ist die Botschaft der Eiche: Dass es nicht um Eile geht.
Sondern ums Dableiben, ums Verwurzelt sein.
Das ist schon ein guter Ort.
Fest mit der Erde verbunden,
und offen für alles, was kommt.
… also ich mein jetzt: Obermaiselstein.
Aber stimmt – das gilt natürlich auch für die Eiche.

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