Hock Di her,
I verzähl Dir a
G'schichte…

Ortsgeschichte Fischen
Hock Di her, i verzähl Dir a G'schichte…
Wir schreiben das Jahr 860. Das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung von Fischen.
Ein Mann namens Willihere schenkt ein Stück Land an das Kloster St. Gallen –
aus freien Stücken und zum Heil seiner Seele.
Und weil das ordentlich festgehalten werden muss,
macht sich ein Mönch auf den Weg.
Notker, genannt Balbulus – der Stotterer.
Er reist nach Viskingun, um den Vertrag zu schreiben.
Notker ist nicht irgendwer, er wurde später einer der bekanntesten Dichter des Mittelalters.
Seine erste große Bühne? Ein kleines Dorf namens Fischen.
Natürlich ist der Ort älter als dieses Pergament.
Kelten, Römer, Alemannen – sie alle waren hier, hinterließen Spuren, Sprachen, Wege.
Die Geschichte war bewegt, manchmal stürmisch.
Herrscher kamen und gingen, Unruhen zogen durch das Land – doch Fischen blieb.
Still. Beständig. Verwurzelt.
Und immer wieder fanden Menschen Wege, aus wenig viel zu machen.
Heute ist es ein Trumpf: ländliches Leben, Kultur und heilsames Klima.
Sommerfrische. Erholung. Gesunde Luft.
Ein harter Weg bis zum Kurort mit Prädikat. Aber gut gelungen.
Mit Gott, mit Käse – mit glücklichen Gästen.
Ich glaube, der Mönch von damals würde wiederkommen – diesmal ohne Schreibfeder.
Einfach nur, um hier zu sitzen, die Luft zu spüren und sich’s gutgehen zu lassen.

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