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G'schichtenbänkle. Zum Nachlesen.

Besiedelung des Hochtals

Hock Di her, i verzähl Dir a G'schicht…

…von einem rauen Hochtal.
Und von jenen, die sich nicht abschrecken ließen,
von den eisigen Wintern und der wilden Bolgenach.

Irgendwann im 14. Jahrhundert kamen Bauern aus Hittisau hierher.
Sie rodeten Wald. Machten daraus Weidefläche – die Wang.
Nicht, weil es bequem war. Sondern weil sie wussten:
Manche Dinge im Leben kriegt man nicht geschenkt. Man muss es sich erarbeiten.

Und das Land hier – das schien sich zu lohnen.

Stück für Stück wurde aus Wildnis ein Lebensraum.
Die Weide gehörte dem, der sie nutzte – und sie nutzbar machte.
Einer der ersten soll Balthasar geheißen haben. Oder Balder, wie man sagt.
Seine Weide, gab dem Ort den Namen: des Balders Wang. Balderschwang.

Bis vor wenigen Jahrzehnten kam man von deutscher Seite nur über den Alpstieg her.
Ein schmaler Pfad, grad breit genug für ein Maultier.
Alles, was man brauchte, kam auf dem Rücken: Mehl, Nägel, Briefe.

Die Straße kam erst viel später.
Heute ist das Tal ein Ruheort. Ein Seelenparadies.

Aber eben nicht von selbst.
Sondern, weil jemand den Mut hatte, hier anzufangen.
Weil jemand geblieben ist.

Nicht alles muss leicht sein.
Aber das Wertvolle – das braucht jemanden, der es wirklich will.

– dank' Dir, Balder!

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