14.04.2022
Kultur Menschen

Ostern im Allgäu – Eierfärben nach alter Tradition

Bunte Eier gehören seit Jahrhunderten zu Ostern. Sie symbolisieren Fruchtbarkeit, Neubeginn und das wachsende Leben. Darum wurden sie verziert und geschmückt. Sehr schön, dabei natürlich und nachhaltig ist die Schablonen-Technik. Blätter, Gräser oder kleine Blüten werden auf das Ei gelegt, fixiert und hinterlassen beim Färben ihre feinen Silhouetten.

Die warme rotbraune Farbe entsteht beim Kochen in einem Sud aus Zwiebelschalen. 

So wird aus einem einfachen Ei ein kleines Naturbild.

Ostereier färben in fünf Schritten

1 – Sud kochen
Viele rote Zwiebelschalen mit Wasser bedecken und köcheln.

2 – Ei vorbereiten
Mit Essig abreiben, damit die Farbe besser haftet.

3 – Naturmuster gestalten
Blätter oder Gräser auf das Ei legen.

4 – Einwickeln
Ei in ein Stück Strumpf legen und festbinden.

5 – Färben
Etwa 10–15 Minuten im Zwiebelsud ziehen lassen.

Danach auspacken, Pflanzen abwischen und mit Butter einreiben.

Muster aus der Frühlingswiese

Besonders schöne Ornamente entstehen mit:

  • Petersilie
  • Löwenzahn
  • Kleeblättern
  • Wiesenschaumkraut
  • feinen Gräsern

Erlebnis-Transfer

Halt Ausschau nach den schönsten Mustern bei einem Spaziergang im Frühlingsgrün. Auf diesen Runden wirst du sicher fündig: