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Wandern in der schönsten Region der nördlichen Alpen, © Hörnerdörfer

Tour 10: Zum Riedberger Horn – Der höchste Flyschberg im NaturparkTour 10: Zum Riedberger Horn – Der höchste Flyschberg im Naturpark

Grasgehren-Hütte – Riedbergerhorn – Grat Riedbergerhorn Richtung Bolgental – Oberes Bolgental – Sattel Grasgehren – Grasgehren-Hütte

Die Tourennummer entspricht den Wanderungen im Tourenbuch des Naturpark Nagelfluhkette, das in den Touristinformationen im Naturpark erworben werden kann.

Die Tour

Strecke: 7.76 km
Dauer: 200 Minuten
Aufstieg: 560 Meter
Abstieg: 560 Meter
Niedrigster Punkt: 1422 Meter
Höchster Punkt: 1784 Meter

Mit 1.787 Meter Höhe ist das Riedbergerhorn nicht nur der höchste Gipfel der Hörnergruppe, sondern auch der höchste Flyschberg im Naturpark Nagelfluhkette. Diese Berge werden von wasserstauenden schiefrigen Ton- und Sandsteinen aufgebaut, die als Flysch bezeichnet werden. Da dieses Material sehr leicht verwittert, sind die Flyschberge im Naturpark Nagelfluhkette nicht schroff, sondern bis oben hin mit Gras bewachsen oder dicht bewaldet. Ihren Ruf als Blumenberge verdanken sie der Tatsache, dass sich auf Flysch besonders viele Pflanzenarten wohl fühlen.

Die Runde auf das Riedbergerhorn startet am Parkplatz bei der Grasgehren-Hütte. Auf gut ausgebauten Wegen geht es hinauf zum Gipfel. Dabei lohnt es sich, einen Blick auf die den Aufstieg begleitenden Fichten zu werfen: Beim Start auf rund 1.450 Meter Höhe wachsen sie noch über 20 Meter in die Höhe, am Gipfel sind sie aber nur noch gut mannshoch. Ein klares Indiz dafür, dass wir uns im Bereich der natürlichen Baumgrenze befinden.

In dieser Kampfzone, die den Übergang vom geschlossenen Wald zur baumfreien Krummholz- und Zwergstrauchzone markiert, kommen nur noch einzelne Baumgruppen oder Krüppelbäume vor. Vom Gipfel führt der Gratweg über mehrere Steilstufen ein Stück Richtung Ochsenkopf. Hier ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Über den Bolgen und vorbei am markanten Steinhaufen der Feuerstätter Decke führt der Weg schließlich zurück nach Grasgehren.

Höhenprofil

Höhenprofil

Anreise

1. Variante: B 19 Richtung Oberstdorf, in Fischen rechts abbiegen Richtung Grasgehren. Riedbergpass folgen bis zur Grasgehren- Alpe.

2. Variante: Über Hittisau (Vorarlberg) nach Balderschwang, weiter bis zur Grasgehren- Alpe

Parken

Parkplatz der Grasgehren- Alpe

Wegbeschreibung

Start der Tour: Grasgehren-Hütte

Naturerlebnisplatz: Die Rundumsicht am Gipfel des Riedberger Horns (1)

Als höchster Gipfel der Hörnergruppe bietet das Riedbergerhorn einen fantastischen Ausblick auf die Berge des Naturparks und auf die Hochgebirgswelt der Allgäuer Alpen. Im Norden erhebt sich die Nagelfluhkette mit dem 1.834 Meter hohen Hochgrat über dem Gunzesrieder Tal, im Südosten blickt man auf den 1.665 Meter hohen Besler, der ebenfalls noch innerhalb der Grenzen des Naturparks liegt. Im Süden steigen die imposanten Gottesackerwände und der 2.229 Meter hohe Ifen empor. Und im Westen reicht die Aussicht an klaren Tagen über den Bregenzerwald bis hin zu den Schweizer Bergen.

Im Lebensraum des Birkhuhns (2)

Rund ums Riedbergerhorn finden Birkhühner einen idealen Lebensraum. Die stattlichen Vögel profitieren von der durch die Alpwirtschaft geprägten Mosaiklandschaft aus offenen Alpweiden, kleineren Waldparzellen und gut ausgebildeten Zwergstrauchheiden. Gerade die Zwergsträucher sind für die Birkhühner besonders wichtig: Heidelbeeren, Moosbeeren und Alpenrosen dienen ihnen nicht nur als Unterstand, sondern auch als Nahrung.

Der Steinhaufen der Feuerstätter Decke (3)

Beim Abstieg vom Bolgengrat nach Grasgehren führt der Weg am sog. Steinhaufen vorbei, eine wundersame Anhäufung von Steinen und kleinen Felsblöcken, die vielfach von kräftig gelbgrünen Flechten bewachsen sind. Sie wirken wie aus einer anderen Welt, da entlang des Weges ansonsten nirgends größere Felshalden zu finden sind. Man vermutet, dass die Blöcke vor etwa 40 Millionen Jahren, als das Naturparkgebiet noch von einem Meer bedeckt war, bei einem Felssturz in die Tiefsee verfrachtet und in die dortigen, andersartigen Flyschablagerungen „eingebaut“ wurden.

Ausrüstung

Wir empfehlen festes Schuhwerk.

Sicherheitshinweise

Alpine Tour. Trittsicherheit erforderlich.

Quelle: Naturpark Nagelfluhkette e.V.
Autor: Rolf Eberhardt