Kräuter & Kneipp – eine gesunde Mischung

Pfarrer Sebastian Kneipp, ein berühmter Sohn des Allgäus, war Vorreiter in Sachen Heilpflanzen. Als „Wasserdoktor“ wurde er berühmt, aber von ihm ist auch überliefert, dass „die halbe Apotheke im Wasser und die andere Hälfte in den Kräutern“ zu finden sei.

„Lange Jahre hindurch habe ich sondiert und geprüft, getrocknet und zerschnitten, gesotten und gekostet. Kein Kräutchen, kein Pulver, das ich nicht selbst versucht und als bewährt befunden habe.“

Sebastian Kneipp (1821–1898)

Dem alten Wissen um die wohltuende Heilkraft der Kräuter begegnet man in den Hörnerdörfern vielfach. Zuallererst im Fischinger Kurpark, wo der Kräutergarten zum Entdecken, Beschnuppern und Bestimmen einlädt. Kräuterführungen vermitteln  das alte Wissen über Kräuter für Kochtopf und Hausapotheke. Oft sind sie für beides geeignet, wie etwa die Gewürzkräuter Salbei oder Rosmarin, die neben ihrer heilsamen Wirkung einfach unglaublich gut schmecken. Auch Kienles Kräuterparadies in Balderschwang zeigt im Garten wie in der Küche, wie jede Pflanze neben ihrer heilsamen Wirkung Bestandteil eines Genussmenüs sein kann. Ganz zu schweigen von der „Seelennahrung“, die so ein Gang durch den üppig blühenden und duftenden Garten bietet. Überhaupt, die Lehre Kneipps – und vor ihm das Wissen der „Kräuterwieble“ - ist den Allgäuern so sehr in Fleisch und Blut übergegangen, dass man bei praktisch jedem Essen auch etwas für seine Gesundheit tut.