Allgäu

Hörnerdörfer Aktuell - März & April 2018

Hier im Allgäu, zumal oben in den Bergen, mag der Winter manchmal rauer sein und länger dauern, aber der Frühling kommt ganz gewiss. Und obwohl man weiß, dass er kommt, und man ihn schon vorher förmlich in der laueren Luft und den längeren Sonnenstunden riechen kann, ist es jedes Jahr eine freudige Überraschung, wenn die Welt mit einem Mal in zartem Grün und hellen Farben strahlt.

Die Menschen nehmen sich daran ein Vorbild und pflegen ihre Traditionen im Jahreskreis. Die Osterzeit ist besonders reich an alten Bräuchen, kirchlichen Riten und liebgewonnenen Ritualen. Und auch wenn sie allesamt lang geübt sind, sind die Vorfreude und die Festlaune immer wieder neu und frühlingsfrisch.

Zum Osterspaziergang auf die Sonnenseite der Berge
Zum kirchlichen Ritus gehört er nicht, der Osterspaziergang, auch wenn die Bibelgeschichte vom Gang nach Emmaus als sein Ursprung betrachtet werden kann. Früher habe man keinen Osterspaziergang in dem Sinne gemacht, sinniert Hans, man sei ja gar nicht aus dem Ort gekommen, weil man alle paar Schritte zum Ratschen stehengeblieben wäre, ergänzt er augenzwinkernd. Heute ist es auf jeden Fall eine liebgewonnene Gewohnheit an Ostern. Für den einen vielleicht aus dem Bedürfnis, sich nach den üppigen Osterschlemmereien Bewegung und frische, klare Luft zu verschaffen, für Familien mit kleinen Kindern steht die Suche nach dem Osterhasen auf dem Programm und es ist herrlich, die Osterfreude, die in der Kirche verkündet wurde, draußen in der Natur gespiegelt zu sehen. 

Zuerst gelingt das auf der Sonnenseite der Berge, beispielsweise auf dem Bolsterlanger Bergblick-Weg, der herzerwärmende Panoramaausblicke bereithält oder dem “Sich Zit´long Weg“ in Balderschwang. Beide einfachen, rund fünf Kilometer langen Wege sind wunderbar für gemütliche Osterspaziergänge geeignet und am Wegesrand kann der Osterhase auch prima noch ein paar Eier verstecken.

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