Veranstaltung

Tipp 25 Jahre Skimuseum und 20 Jahre Heimathaus

Sonntag, 01.07.2018
Weitere Termine:
Beginn: 11:30 Dauer: 8:00 h
Fischen: Fischinger Heimathaus mit FIS-Skimuseum
Preis: kostenlos
Hinweis

Ski und Heimat. Eine Erfolgsgeschichte der Geschichte

25 Jahre Skimuseum und 20 Jahre Heimathaus
Tag der offenen Tür am Sonntag, 01. Juli 2018 ab 11.30 Uhr

Anlässlich 25 Jahre Skimuseum und 20 Jahre Heimathaus Fischen veranstaltet der Förderverein „Fischinger Heimathaus e.V.“ diesen Tag der offenen Tür mit einer Jubiläumsausstellung über „Holz – Heu – Vieh“ von Christian Heumader. (Ausstellung bis 30.08.)
Es gibt wieder viel Neues und Interessantes zu entdecken. Als besonderen Höhepunkt präsentieren „d` Üsrangierte“ um 18.00 Uhr ein Jubiläumskonzert am Heimathaus.

 

Eine Gemeinde macht Museum
Üblicherweise bringen Urlauber aus dem Urlaub Fotos mit. Oder typische Süßigkeiten. Oder ulkige Strohhüte. Georg Larsch und Herbert Schnaubelt haben von einer Reise in den hohen Norden gleich ein ganzes Museum mitgebracht. Genaugenommen brachten sie aus Norwegen die Idee für ein Skimuseum mit. So eines hatten sie dort besucht und sich gedacht, das würde gut zu Fischen passen. Und weil beim Stichwort Ski die Allgäuer Herzen sowieso höherschlagen, war nach ihrer Rückkehr bei den Fischingern nicht groß Überzeugungsarbeit nötig.
Der damalige Bürgermeister Toni Vogler sowie der gesamte Gemeinderat waren von der Idee begeistert. Das war vor gut einem Vierteljahrhundert und von der Begeisterung wurde rasch zur Tat geschritten. Der heutige Förderverein und die Gemeinde kauften eine kleine Privatsammlung und begannen 1993 eine Ausstellung zu kuratieren, die bereits ein Jahr später der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte. Doch bei der kleinen Sammlung blieb es nicht lange – auch, weil viele Einheimische zwischen Schuppen und Dachboden Ski- und Alpinsportausrüstung wiederentdeckten, die sie dem Fundus zur Verfügung stellten. Wohin also mit den Exponaten? Zufall, Schicksal und vor allem der Weitblick der Gemeinde Fischen sorgten für eine geschichtsträchtige und denkmalpflegerisch vorbildliche Lösung: Das Gschwenderhaus in der Ortsmitte. Das Anwesen wurde gepachtet und mit vielen helfenden Händen umfangreich saniert. Heute, 20 Jahre später, beherbergt es nicht nur die Ski- und Alpinismus Schmuckstücke, sondern auch eine breite Palette an Raritäten, die das bäuerliche und handwerkliche Leben im Allgäu dokumentieren.

Kontinuität schafft Exzellenz
Von den ersten Trittlingen, den Vorläufern des Schneeschuhs, bis zu zeitgenössischen Rennoutfits und Goldmedaillen bei Olympischen Spielen, von kuriosen Strafen für skifahrende Frauen über geschickte Reparatur-Utensilien bis zur Dienstuniform „winterlicher“ Briefträger ist im Skimuseum ein breites Spektrum an Gerätschaften und Geschichten gesammelt worden. Wegen der Vielfalt und Kontinuität der Darstellung des Skisports und des Alpinismus erhielt das Museum die Auszeichnung FIS-Skimuseum (Fédération Internationale de Ski), als eines von nur 29 weltweit.

Alt, älter, aktuell
Das Gschwenderhaus selbst ist eigentlich schon ein Museumsstück, es stammt aus dem 17. Jahrhundert. Das einzige Haus in Fischen, das aus dieser Zeit noch erhalten ist. Unter den Originalen im Inneren, sind die skandinavischen Ski von etwa 1.600 n.Chr. sogar noch ein wenig älter. Die ältesten „lokalen“ Ski samt Schuhen datieren auf 1898 und sind ein echtes Schmankerl, denn sie gehörten niemand geringerem als dem Allgäuer Skipionier Fritz Heimhuber. Dass historische Leistungen nicht an Aktualität verlieren beweisen nicht nur die rund 2.000 Besucher jährlich. Auch der stetige Austausch mit der Dorfgemeinschaft, die Sichtung und gegebenenfalls Bewahrung neuer „Fundstücke“ oder die historischen Skirennen zu besonderen Anlässen bezeugen, dass in Fischen Geschichte nicht den Büchern überlassen bleibt, sondern gelebt wird.

Großes Kino zum Tag der offenen Tür
Der Förderverein Fischinger Heimathaus e.V. zählt derzeit rund 100 Mitglieder, davon etwa 25 Aktive, die ehrenamtlich dafür sorgen, dass sich die Museumstüren immer dienstags und donnerstags von 15 bis 17 Uhr für Gäste öffnen. Am 1. Juli 2018 sorgen sie außerdem für einen abwechslungsreichen Tag der offenen Tür. Der beginnt um 11.30 Uhr mit der Eröffnung der Jubiläumsausstellung „Holz – Heu – Vieh“ von Christian Heumader. Vorbeischauen lohnt sich, für die leibliche Stärkung der Besucher ist gesorgt. Allerdings sollte man sich nicht zu früh verabschieden, denn ab 18 Uhr spielen die Musiker „d´Üsrangierte“ auf und deren Konzerte sind schon wegen der „betagten“ Kleidung immer ganz großes (Historien-)Kino.

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