Allgäu
Achtsam

Achtsamkeit nach Hörnerdörfer Art

Achtsamkeit. Schon mal gehört? Bestimmt. Achtsamkeit ist derzeit in aller Munde – aus gutem Grund: Wer achtsam lebt, lebt gesünder. Ist stressresistenter und hat mehr Freude am Leben.

Wer achtsam durchs Leben geht, ist glücklicher. Das sagt die Wissenschaft. Aber was ist Achtsamkeit? Ein Hype? Eine neue Verpflichtung, eine neue „Sportart“? Nein. Achtsamkeit will nicht mehr und nicht weniger als das eigene Selbst zum Maßstab eines guten Lebens machen. In Bayern sagt man „Obacht geben“, dafür muss man auf sich selbst hören, sich wieder verstehen, in sich selbst Vertrauen haben. Schließlich kann einem niemand so gut raten, wie unsere innersten Gefühle. Um diese (wieder-) zu entdecken braucht es Muße und verschiedene Möglichkeiten, seine Sinne und Gefühle zu erforschen. Ein Bergurlaub in den Allgäuer Hörnerdörfern ist dafür wie geschaffen.Vieles von dem, was den Urlaub hier so erholsam macht, ist im Grunde eine Übung in Achtsamkeit.

Achtsamkeit will nicht mehr und nicht weniger als das eigene Selbst zum Maßstab eines guten Lebens machen. In Bayern sagt man „Obacht geben“, dafür muss man auf sich selbst hören, sich wieder verstehen, in sich selbst Vertrauen haben. Schließlich kann einem niemand so gut raten, wie unsere innersten Gefühle. Um diese (wieder-) zu entdecken braucht es Muße und verschiedene Möglichkeiten, seine Sinne und Gefühle zu erforschen. Ein Bergurlaub in den Allgäuer Hörnerdörfern ist dafür wie geschaffen. Vieles von dem, was den Urlaub hier so erholsam macht, ist im Grunde eine Übung in Achtsamkeit.

Wir haben für Sie Tipps zusammenstellt - fürs Innehalten und fürs genaue Hinschauen, fürs Runterfahren und für den Genuss des Moments. Vielleicht haben Sie schon einiges, ganz unbewusst, wahrgenommen. Vielleicht sind aber einige Vorschläge eine schöne Anregung, Ihren Urlaub noch intensiver zu genießen und im Alltag viel länger von Ihren Urlaubsgefühlen zu zehren.

Geben Sie Obacht auf sich und genießen Sie Momente der Achtsamkeit in den Hörnerdörfern.

Es ist wie es ist

  • Regentage genießen. Überrascht Sie ein Regenguss in Ihren Urlaub? Sehen Sie ihn als Geschenk und gehen Sie spazieren. Die Erde duftet, die Luft ist weich, die Welt ist still. Regentropfen trommeln den Rhythmus der Natur in die Seele.
  • Ab Mitte Oktober haben die meisten Alpen und Hütten geschlossen. Die Bänke auf ihren Sonnenterassen bieten aber nach wie vor herrliche Ausblicke. Und die mitgebrachte Brotzeit schmeckt wie nie zuvor.

Die Sinne erleben lassen

  • Käse kosten. Bergkäse schmeckt in seinen verschiedenen Reifegraden völlig anders. Lassen Sie sich jungen, mittelalten und lang gereiften Käse auf der Zunge zergehen und beobachten Sie, wie Ihr Gaumen darauf reagiert.
  • "Aromatherapie" mit Geschmack und Duft. In den Kräutergärten (etwa im Fischinger Kurpark und in Balderschwang) gibt es den ganzen Sommer etwas zu schnuppern und zu schmecken. Dass unter den Heil-, Gewürz- und Duftkräutern oft die unscheinbarsten Pflanzen mit intensiven Aromen überraschen, erfährt man bei charmanten Kräuterführungen.

Fokussieren

  • Mit dem Blick in die Ferne schweifen und dabei die endlose Kette der majestätischen Alpengipfel verfolgen. Die Kraft der Berge spüren und die Gedanken fliegen lassen. Die Wahrnehmung wird wie von selbst weiter, die Gefühle werden unmittelbarer. Ruhe stellt sich ein.
  • Bogenschießen in Bolsterlang. Natur und Ziel. Angespannt bis in die Bogensehne, ganz im Jetzt, ruhig im Blick. Der Blick geschärft: Hier trifft jeder Pfeil ins eigene Bewusstsein.

Momente erleben

  • Sonnenaufgangstour. Noch ist es dunkel. Wir wandern los, hoch auf den Berg. Die Stille ist hörbar. Es beginnt zu dämmern, der Tag bricht an. Ein leises Tirili der Vögel. Wir stehen auf dem Gipfel und erleben, wie die Sonne langsam am Horizont aufgeht und ihr warmes Licht über die fernen Berggipfel flutet. Das ist wie Magie.
  • Im Herbst fallen die Blätter. Achtsam betrachtet, sinkt ein goldenes Herbstblatt nicht nur langsam schwebend zu Boden, es sinkt ins Erleben und Erinnern und wird zu einem wertvollen Augenblick des eigenen Lebens.

Hören

  • Sie lieben Waldspaziergänge? Dann nehmen Sie sich doch bewusst einmal Zeit und lauschen den Geräuschen der Natur. Hören Sie den Wind in den Bäumen, das Gezwitscher der Vögel, das Knacken eines Astes?
  • Töne, die man nicht nur hören, sondern auch spüren kann: Bei einer Berg-Klang-Woche. Je nach Wunsch auf der Klangliege, bei einer Musikreise oder durch eigenes Musizieren unter freiem Himmel.

Kraft spüren

  • Die Eibe in Balderschwang. Vergangenheit, Zeit, Urzeit - in den wohl 2.000 Jahresringen der alten Eibe wird sie lebendig. Genau wie Gegenwart und Zukunft, denn die grünen Nadelblätter schmücken immer noch dicht und immer wieder neu ihre Krone.
  • Hoch über der Iller am Auwaldsee ist „alles im Fluss“. An diesem magischen Ort klingt der Fluss jeden Tag anders. Rauschend und laut nach einem heftigen Gewitter, sanft und gurgelnd an einem sonnigen Sommertag. Die Launen des Flusses sind hier oben spürbar, tief in uns drinnen.

Konzentration

  • Steinmännle. Ursprünglich markieren die kleinen Türme einen Weg in unübersichtlichem Gelände. Wer sich die Zeit nimmt, am Flussbett oder auf der Hochebene sorgsam Steinmännchen zu bauen, Stein und Kiesel aufzuschichten, sie in Balance zu bringen, erfährt einen Moment der Ruhe.
  • Farben sammeln. Herbstlaub ist rot, gelb oder braun? Mitnichten! Hier ist ein Blatt kupfergolden, daneben rostrot, zitronengelb und purpurn. Sammeln Sie alle Nuancen eines Herbstwaldes und erweitern Sie das Spektrum Ihrer Wahrnehmung.

Begegnung

  • Eichhörnchenwald. Im Fischinger Weidach sollte man ruhig sein, ein wenig Geduld haben. Dann kommen die Eichhörnchen. Ganz nah, ganz zutraulich lassen Sie sich mit Nüsschen füttern. Die flinken Nager sind immer ein herzerfrischender Anblick.
  • "Sich Zit long"-Weg in Balderschwang. Der sonnige Höhenweg lässt Sie Bekanntschaft schließen: Mit der Natur im Naturpark Nagelfluhkette, mit putzigen Streicheltieren oder mit sich selbst im Atemwald.